Am 7. Juni 2016 lud der Dachverband Hospiz Österreich zu einem Pressegespräch.

Wie können anderssprachige Personen-BetreuerInnen bei der Begleitung und Pflege von Menschen in der letzten Phase des Lebens unterstützt und damit auch die Angehörigen entlastet werden? Waltraud Klasnic, Dachverband Hospiz Österreich, Dr. Wilhelm Kraetschmer, Österreichischer Sparkassenverband , und Franz Karl Prüller, Vorstandssitzender der ERSTE Stiftung, stellten das gemeinsame Projekt vor.

Der Dachverband Hospiz Österreich gibt seit 2005 eine Broschüre heraus „begleiten bis zuletzt – Ratgeber für Angehörige von schwerkranken Menschen“. „Sie enthält,“ so Waltraud Klasnic, „in verständlicher und fachlich fundierter Form Hinweise zu Verhalten, Pflege, Symptomatik am Lebensende und weitere Informationen, die für Angehörige wichtig sind. Nun können auch 24h BetreuerInnen in ihrer Muttersprache auf diese Informationen zurückgreifen“.

Der österreichische Sparkassenverband finanziert seit Jahren Druck und Überarbeitung der deutschsprachigen Broschüre. Dies entspreche dem Gründungsauftrag der Sparkassen in besonderer Weise, betonte Wilhelm Kraetschmer. Auf Anregung von betroffenen Angehörigen und Mobilen Palliativteams wurde diese Broschüre 2015 für PersonenbetreuerInnen in Österreich ins Rumänische, Slowakische und Ungarische übersetzt. Das österreichische Sozialministerium ermöglichte die Übersetzung und den Druck.

Zeitgleich entstanden in Rumänien, der Slowakei und Ungarn in Kooperation mit Hospiz- und Palliativorganisationen vor Ort unter tatkräftiger finanzieller Unterstützung der ERSTE Stiftung landesspezifische Broschüren, die auf der deutschsprachigen Fassung beruhen, jedoch an die Verhältnisse in den Ländern angepasst sind. Franz Karl Prüller: „Wir freuen uns sehr, dass die ERSTE Stiftung ihrem Auftrag gerecht werden kann und wir dabei helfen konnten mit der Broschüre ‚begleiten bis zuletzt‘ ein gelungenes Modell für die Unterstützung von Angehörigen in drei Länder bringen zu können, in denen so etwas bisher gefehlt hat.“

Die österreichischen Broschüren können in Deutsch, Rumänisch, Slowakisch und Ungarisch bestellt bzw. heruntergeladen werden.




Foto: © ERSTE Stiftung, Ursula Dechant

v.l.n.r.: Dr. Wilhelm Kraetschmer, Waltraud Klasnic, Franz Karl Prüller