Als Teil des 1. Pädiatrischen Hospiz- und Palliativkongresses fand am 14.9.2016 abends im wunderschönen Ambiente der Salzburger Residenz eine Festveranstaltung anlässlich des Jubiläums "Zehn Jahre Universitätslehrgang Palliative Care in der Pädiatrie" statt. Dabei überbrachte Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl die Grußworte des Landes.
Leitungsteam ULG Palliative Care Pädiatrie "Das Sterben von Kindern und jungen Menschen ist in unserer Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema, und selbst Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Fachpersonal weisen hier oftmals Berührungsängste auf. Lebensbegrenzende Erkrankungen von Kindern stellen eine absolute Ausnahmesituation und Herausforderung für alle Beteiligten dar. Umso wichtiger ist es, dass es für diese Phase qualifiziertes Pflegepersonal mit speziellem Wissen und der dafür notwendigen menschlichen Grundhaltung gibt", betonte Stöckl bei der Festveranstaltung.
Die Geschäftsführerin des Dachverbandes Hospiz Österreich und Mitglied des Leitungsteams des Universitätslehrgangs Palliative Care, Leena Pelttari, erinnerte an das Engagement Peter Fässler-Weibels (1948-2011) als Initiator und Leiter des Lehrgangs. Weil dieser Lehrgang ein Herzensanliegen aller gewesen sei, so Pelttari weiter, habe das Leitungsteam des Pädiatrielehrgangs auch beharrlich durchhalten können. Beispielhaft sei die gelebte Multiprofessionalität, im Leitungsteam, bei den Lehrenden, bei den TeilnehmerInnen.

Erwin Hauser, Renate Hlauschek und Sabine Fiala-Preinsperger, Leitungsteam des Pädiatrielehrgangs, gaben anschließend Einblick in die Erfolge und Herausforderungen der vergangenen 10 Jahre. Eine Aussage, die immer wiederkehrte, war die Bedeutsamkeit der multiprofessionellen Teamarbeit für eine gelingende Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und ihren Familien.

Die Überreichung des Peter-Fässler-Weibel-Preises für außergewöhnliche Projekte oder besondere Zivilcourage in der Hospiz und Palliative Care in der Pädiatrie bildete dann Höhepunkt und Abschluss. Sabine Grünberger von MoKi Kärnten konnte freudestrahlend den Preis entgegennehmen. "Stoak wie a Felsn" heißt das Projekt, das Eltern von schwerstbehinderten und lebensverkürzt erkrankten Kindern die Gelegenheit gibt, kostenfrei drei Tage lang als Gruppe und professionell begleitet Zeit für sich zu haben, durchzuatmen und sich mit der eigenen Situation, ihren Belastungen und Ressourcen auseinanderzusetzen, um wieder "stoak wie a Felsn" zu werden. Moki betreut währenddessen die Kinder und Geschwisterkinder.

Das Wort- und Sprachlose fand seinen Platz in den Beiträgen des Clowns Moshe Cohen. Tom Schwarzmann moderierte gekonnt und schwungvoll durch den Abend, musikalisch umrahmt wurde die Feier von Bernhard Piller.

Wir gratulieren herzlich, dem Leitungsteam des Pädiatrielehrgangs zu den 10 Jahren und Sabine Grünberger zum Preis!

Wir danken Landeshauptmann Haslauer für die Überlassung der Residenz!

Impressionen © Dr. Johann Baumgartner als >>*.pdf