Ehrenamtlichen Symposion

Ca. 300 ehrenamtliche HospizbegleiterInnen aus Österreich, Deutschland, Südtirol, Liechtenstein und der Schweiz erlebten am 27. April 2017 einen bereichernden und anregenden Tag beim Symposium "Ehrenamtlich engagiert in Hospiz und Palliative Care - eine europäische Perspektive". Das Festspielhaus Bregenz wurde trotz strömendem Regen zu einem wunderbaren Ort der Begegnung.

Nach den Begrüßungsworten von Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich, und Dr. Harald Retschitzegger, Präsident der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG), klang die europäische Perspektive zum ersten Mal durch die eingespielte Videobotschaft von Philip Larkin, dem Präsidenten der EAPC (European Association for Palliative Care) an.

Mag.a Leena Pelttari MSc, Geschäftsführerin des Dachverbandes Hospiz Österreich und zugleich Co-Leiterin des Arbeitsforums (Taskforce) der EAPC zum Ehrenamt in Hospiz und Palliative Care in Europa, stellte die Charta zum Ehrenamt vor, die die Taskforce in einer gemeinsamen Abstimmung mit über 13 europäischen Ländern erarbeitet hat. Es geht um die Stärkung des Ehrenamts in seinen vielfältigen Aspekten und der ganz eigenen Rolle. Geben auch Sie dem Ehrenamt in Hospiz und Palliative Care Ihre Stimme und unterzeichnen Sie die EAPC Madrid Charta "Voice of Volunteering" .

Von der europäischen Perspektive zu jener der Nachbarländer führte der nächste Beitrag, ein Interviewgespräch, das Leena Pelttari und Dr. Karl Bitschnau, Leiter Hospiz Vorarlberg und Vizepräsident des Dachverbandes Hospiz Österreich, mit Barbara Grossenbacher (St. Gallen/Schweiz), Benno Bolze (Berlin(D), Anita Tscholl (Bozen/I), Kurt Salzgeber (Liechtenstein) und Sonja Thalinger als Österreicherin führten. Im deutschsprachigen Raum gibt es bei allen Unterschieden eine große Übereinstimmung im Stellenwert, wo und wie Ehrenamtliche eingesetzt werden, und in der Organisation von Ehrenamtlichen im Bereich Hospiz und Palliative Care.

Cornelia Mackuth-Wicki aus der Schweiz und Annelies Bleil aus Bregenz gewährten anschließend Einblick in die Begleitung von schwerkranken Kindern und Jugendlichen.

Den Vormittag schloss der Vortrag zu Bewegung und Körpersprache in der Begleitung Schwerstkranker und Sterbenden von Dr. Felix Grützner aus Bonn ab, der das Thema schon vorher durch Körperübungen für alle Anwesenden hatte anklingen lassen.

Das Zueinander von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen fand am Nachmittag seinen Ausdruck darin, dass die offizielle Eröffnung des 6. Österreichischen Interdisziplinären Palliativkongresses gemeinsam stattfand. Diese bot nach den Grußworten von Landesrat Dr. Christian Bernhard, Waltraud Klasnic und Harald Retschitzegger einen bunten Bogen von Kabarett (Gabriele Fleisch), antiken Sagen (Michael Köhlmeier) und musikalischer Begleitung.

Die erste, auch gemeinsame, Plenarsitzung führte in das Thema des Kongresses ein "Kontroversen in Palliative Care" mit Ingrid Marth (Ambulante palliative Betreuung: gibt es Grenzen?), Univ.Prof. Dr. Andreas Heller (Hospizkultur und Palliative Care - alles eitel Wonne?) und Dr. Stein Husebö, der in eindringlichen Bildern den Schmerz des Lebens in der Betreuung Schwerkranker und Sterbenden aufzeigte.

Schließlich öffnete sich der Vorhang hinter dem Rednerpult und gab den Blick und Weg frei zur Bühne des Festspielhauses, die zum Ort des Get Together wurde.
Get together
Fotos: copyright Dr. Johann Baumgartner

Wir danken den Vorarlberger Sparkassen, dem Land Vorarlberg und dem Sozialministerium herzlich für die Unterstützung!


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